Gewalt


Gewalt

Gewalt und Diskriminierung gegen Lesben, Schwule, Bi-,Trans*-, Inter*-Personen und Queers und innerhalb von SzenezusammenhängenGewalt und Diskriminierung gegen Lesben, Schwule, Trans*-, Inter-Personen und Queers ist kein Thema, das in der österreichischen Gesellschaft der Vergangenheit zu zu schreiben ist. Das macht einen Ort wie die Villa immer wieder nötig. Das Haus versucht ein safer space zu sein, in dem Menschen, die von unterschiedlichen Gewaltformen betroffen sind, einfach sein können, Beratung und Bestärkung finden. Es ist ein Ort, um sich über den Umgang mit Mobbing, verletzender Sprache, Konflikten im näheren Umfeld und Ausschlüssen auszutauschen sowie über Strategien und Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren nachzudenken. LGBTIQs erleben Gewalt in Beziehungen oder Freund_innenschaften, ebenso wie sie selber nicht davor gefeit sind, Gewalt auszuüben. Auch in „Szene“-Zusammenhängen, Organisationen und Kollektiven werden oft Gewaltverhältnisse produziert und verfestigt oder toleriert.
Wir wollen Gewalt dabei nicht eindimensional denken. Unterschiedliche Gewaltformen (z.b. Heterosexismus, Rassismus, Sexismus, Ableismus) greifen meist ineinander und wirken gemeinsam.

Die Villa ist auch von gewaltvollen Strukturen und Ausschlüssen, die aufgebrochen und verändert werden müssen, durchzogen. Teil dieses immer aktuellen Prozesses sind zum Beispiel Unterstützungsangebote für LGBTIQ-Refugees und Migrant*innen im Türkis Rosa Lila Tipp oder das Trans*kulturelle Freiräumchen als multilingualer Vernetzungsort mit LGBTIQ-Migrant*innen. Um gegen strukturelle Gewalt in der Villa anzugehen, muss aber auch an den homogenen Strukturen der Villa gerüttelt werden und von einer ‚single-issue’-Politik losgelassen werden, von der vor allem weiße, privilegierte LGBTIQs profitieren.
Handlungsperspektiven um mit Gewalt umzugehen, sehen wir darin, die Wahrnehmung der eigenen Grenzen zu schärfen und darauf zu achten, wo die Grenzen anderer überschritten werden. Gemeinsam wollen wir Strategien und Kooperationen entwickeln, um sich gegen Gewalt zu wehren.